StartAnalysenWen dürfen die Fohlen erwarten?Gerardo Seoane - Eine Traineranalyse

Wen dürfen die Fohlen erwarten?Gerardo Seoane – Eine Traineranalyse

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Lesezeit: 34 Minuten

Am 06.06.2023 gab die Borussia aus Mönchengladbach offiziell bekannt, dass Gerardo Seoane neuer Cheftrainer der Fohlenelf ist. Der 44-Jährige unterschrieb einen 3-Jahres-Vertrag bis 2026.
“Gerry”, wie der Schweizer gerne genannt wird, steht für eine klare Spielidee.

Roland Virkus meint: “Er ist ein junger, aber doch schon erfahrener Trainer, der zu unserem Fußballansatz passt, und wir freuen uns, ihn ab sofort bei Borussia Mönchengladbach zu haben.
Dass nach Daniel Farke, der für einen kontrollierten, balancierten und ballbesitzorientierten Fußball steht, nun Gerardo Seoane folgt, der wiederum vertikalen und dynamischen Ball präferiert, ist von der Borussia einerseits mutig, andererseits genau das, was benötigt wird, um in der umschaltintensiven Bundesliga konkurrenzfähig zu sein.

Deniz (@DenizimHalbraum) hat analysiert, für welchen Fußball Seoane steht, welche Elemente seine Spielidee ausmachen und welche Strategien der 44-Jährige verfolgt.
Seoanes Spielanalyse handelt von seiner ersten Saison bei Bayer 04 Leverkusen. Dabei wurde der Hauptfokus vor allem auf folgende Spiele gelegt:

Inhaltsverzeichnis

  • Mittelfeldpressing

→ Struktur

→ Pressingvorgänge

→ Seoanes 5-2-3 / 5-3-2

  • Verhalten im Defensivdrittel

→ Pärchenbildung der Sechser

→ Zentrum – die rote Zone

  • Konterspiel

→ Defensive Risikoaffinität

→ Viele Sprints, hohe Intensität: Seoanes Grundlage für Konterspiel

  • Gegenpressing

→ Mannorientiertes Gegenpressing

→ Das Zentrum sichern – in Defensivformation gelangen

  • Das Ballbesitzspiel

→ Struktur und Staffelung

→ Seoanes 4-1-2-3

→ Ballnahe Dreiecke

→ Maximales Öffnen der Zwischenräume

Folgeaktionen

→ Seoanes 4-2-3-1

→ Das 4-2-3-1 dynamisch

→ Das 4-2-3-1 statisch

→ Spiel im letzten Drittel

→ Flügelspieler einsetzen

→ Kombinationsspiel – Die Diagonale

→ Restverteidigung

→ Staffelung der Restverteidigung

→ Wie verhält sich Seoanes Elf in der Restverteidigung im Gegenpressing?

→ Wie bespielt Seoane das Angriffspressing des Gegners?

  • Eine erste Trainerbeschreibung

→ Was darf Gladbach von Seoane erwarten? – Eine erste (kleine) Prognose

Mittelfeldpressing

Struktur

Die BayerElf agierte unter Trainer Seoane in 4-4-2 Strukturen gegen den Ball. In Einzelfällen, oder auch im Spiel selbst, stellte der Cheftrainer auch mal auf ein 5-3-2 um.
Das 4-4-2 war darauf ausgelegt, das Zentrum zu kontrollieren, den Gegner auf die Flügel zu zwingen und Verlagerungen über ihre Sechser zu verhindern, um das gegnerische Spieltempo zu drücken.

Pressingvorgänge

Im Folgebeispiel im Auswärtsspiel gegen Leipzig stellte der Zehner Wirtz den gegnerischen Sechser mannorientiert zu. Flügelspieler Diaby rückte auf den gegnerischen 3er-Aufbau raus, während die Doppel-Sechs – bestehend aus Palacios und Andrich – das Defensivdreieck bildeten. Das Defensivdreieck soll ballnah mannorientiert Gegenspieler zustellen (Wirtz und Palacios) und in der diagonalen Linie absichern (Andrich).

Auf einen nominellen 2er-Aufbau entstand das Defensivdreieck mit Wirtz, Diaby und nur einem Sechser – i. d. F. Andrich. Auch hier stellt man mannorientiert zu, um von Andrich abgesichert zu werden. Auf den gegnerischen Breitengeber reagierte Rechtsverteidiger Frimpong, der diesen allerdings nur zustellt, nicht presst – dazu später mehr.
Um in letzter Linie personelle Überzahl gegen beide Stürmer zu schaffen, rückte Linksverteidiger Hincapie ein.

Bei einem Zuspiel des Gegners auf die Flügel ließ sich Frimpong fallen, um die Tiefe zu sichern. Diaby presste seitlich raus, das Defensivdreieck fiel aus den gleichen Prinzipgründen mit.

Die Kontrolle, die man gegen den Ball entwickelt, soll den Gegner zwingen, das Gefühl zu bekommen, verlagern zu müssen. Im Beispielszenario spielt Angelino den Ball zurück zum Innenverteidiger. Leverkusens Sechser schieben somit wieder vor, um den Druck aufrechtzuerhalten, während Wirtz und Schick erneut die Sechser zustellen. Die Verlagerung, die Leipzig nur spielen kann, ist der “Umweg” über den zweiten Innenverteidiger, anschließend zum Rechtsverteidiger. Zuspiele und Sekunden, die für B04 wichtig sind, um dann auf Ballseite verschieben zu können.

Seoanes 5-2-3 / 5-3-2

Wenn Seoanes Grundordnung im 4-4-2 ersetzt wird, dann meist durch eine 5er-Kette. Im Auswärtsspiel beim FC Bayern stellt der Schweizer ein 5-2-3 auf.
Gegen den 3-1 Aufbau stellt Seoane eine klare Mannorientierung gegen den Solo-Sechser Kimmich her.
Das Verbindungselement des FC Bayern wurde damit aus dem Spiel genommen.

Dadurch musste der FCB über ihre Verteidiger verlagern – wir erinnern uns an das Beispiel bei RBL – welches die Ballzirkulation verlangsamt. Die Gleichzahlsituation auf dem Flügel ist für Seoanes Elf ein klarer Pressingauslöser.

Auf den Flügeln pressen dann alle Spieler, sodass aus allen Spielrichtungen vorwärts, rückwärts und seitlich gepresst und der maximale Druck auf den Gegenspieler ausgeübt wird.

Das Trapez, welches der 44-Jährige herstellt erzeugte ballnah maximale Kompaktheit. Diese entsteht, weil ballnah und ballfern mannorientiert zugestellt wird. Seoane blockt im Raum und beim Gegenspieler Passoptionen.

Selbst wenn der Gegner sich individuell durchsetzt, schafft es die Seoane Elf ballnah in Überzahl zu bleiben, da der Sechser Aranguiz vorher durch Wirtz Einschieben auf Kimmich entlastet wurde und sich im Rückwärtsgang einschalten kann.

Die Rolle der Halbverteidiger ist für Seoanes hohe 5er-Kette von Bedeutung. Die Mannorientierungen dieser, die sich in letzter Linie ergeben, werden bis in die zweite Linie verfolgt. So schließt Leverkusen mannorientiert zu und schafft durch das Verschieben der Mannschaftsteile Gleichzahl auf Ballseite und unterbindet den Einbau des gegnerischen Sechsers.

Verlagert der Gegner also auch hier über ihre Innenverteidiger auf die ballferne Seite, sticht dort ebenso der Halbverteidiger weit raus. Der Gegner ist durch die hohe personelle Anzahl auf der vorherigen Seite ballfern isoliert, was den individuellen Pressingvorgang einfacher macht.

Die diagonale Absicherung des ballnahen Sechsers wird auch hier gewährleistet, sowie das Abwehrdreieck, welches sich mit dem zentralen Innen- und dem Flügelverteidiger ergibt.

Verhalten im Defensivdrittel

Pärchenbildung der Sechser 

Dringt der Gegner doch in den Block ein, so sind die Sechser ein wichtiger Bestandteil. Diese pressen aus Zonen auf den Ballführenden raus; dabei sichern sie sich in Pärchenbildung weiter diagonal ab.

Durch die konstante Pärchenbildung zwingt Seoane den Gegner aus der ballnahen Zone rauszuspielen. Spielt folglich dieser im Beispielszenario einen Ball ins Zentrum, so schießen die Innenverteidiger aus der Kette raus.
Wichtig dabei ist die Rolle des jeweiligen Außenverteidigers, der zentral einrückt.

Zentrum – die rote Zone

Das Zentrum ist für Seoane die rote Zone, in der ständig und dauerhaft attackiert wird.

Dazu pressen aus allen Spielrichtungen Spieler, auch Innenverteidiger, die bei gegnerischen Zuspielen in die letzte Linie dem Gegenspieler folgen.

Das Einrücken des Außenverteidigers hat auch eine potenzielle Schwachstelle, die in der Breite des Gegners entsteht, wenn dieser Überzahl generiert.
Dieser ist Seoane allerdings gewappnet:
Seine Außenverteidiger stehen in der Körperhaltung stets seitlich zu ihrem Gegenspieler, um einen möglichen Tiefenpass aufnehmen zu können.

Dabei hat Seoanes Elf ein hohes defensives Umschaltverhalten, die mit mindestens sechs Spielern in der Boxverteidigung stattfindet.

Im Auswärtsspiel beim FC Bayern München isoliert Seoane den Flügelspieler Coman mit seinem linken Flügelverteidiger der 5er-Kette, um diesen im 1vs1 zu stellen. In der Box waren erneut sechs Spieler, die numerische Überzahl herstellen.

Dabei waren zwar drei Offensivspieler für das Konterspiel abgestellt, jedoch sollte der ballnahe Flügelspieler Coman doppeln, wenn dieser versucht, die Innenbahn zu attackieren. Durch das Doppeln zwang Bayer Coman auf die Flügel und auf den Flankenversuch.

Steht die Mannschaft bewusst tief im Defensivdrittel, so sind “Spinnennetze” zu erkennen, die darauf bedacht sind im Zentrum stets zu schließen und sich (diagonal) abzusichern.

Aus dem Zentrum auf die Flügel gelenkt, presst Seoanes Team vorwärts raus und ballnah werden Manndeckungen hergestellt, die den Gegner dazu zwingen, “neu” aufbauen zu müssen.

Das Defensivdreieck wird situativ auch eine Defensivraute, wenn der Gegner es schafft im ersten vertikalen Zuspiel in den Halbraum linienbrechend zu spielen. 

Der ballferne Sechser rückt ein, schafft Verbindung und ist dann Anhaltspunkt für ein “neues” Defensivdreieck, welches durch Mitspieler, die seitlich und rückwärts pressen, hergestellt wird.

Das “Spinnenetz” greift, wenn der erste Rückpass in der gegnerischen Aktion gespielt wird, sodass Seoanes Elf aktiv und aggressiv auf die Balleroberung übergeht.

Konterspiel

Defensive Risikoaffinität

Leverkusens Seoane hat für ihr Konterspiel eine Risikoaffinität, die sich personell in ihrer Defensivarbeit beobachten lässt.
Es verteidigen meist 6-7 Spieler im und rund um die Box.
Mindestens drei Spieler sind zur Entlastung für das Konterspiel “abgestellt”.

Dazu bindet Schick mindestens einen Gegenspieler und der ballferne Flügelspieler, der konstant hoch schiebt und ebenfalls einen Verteidiger bindet.

Dann kontern sie in 1-3 Staffelung: Ein Verbindungsspieler (meist Wirtz) und drei, die in ihren Zonen die Tiefe attackieren. Dabei strecken beide Flügelspieler durch ihre Laufwege die gegnerische Kette.

Der zentrale Stürmer, Schick, ist es, der situativ agiert und entweder die Tiefe bedroht oder seine Positionierung im Zwischenraum findet und durch Verbindungen früh zentrale Verteidiger rauszieht.

Viele Sprints, hohe Intensität: Seoanes Grundlage für Konterspiel

Seoanes Konterspiel beruht also darauf, möglichst – im Verhältnis gesehen – viele Spieler “abzustellen”, um mit genügend Personal viel Freifeld bespielen zu können.
Das Risiko, welches der 44-Jährige Trainer in der Defensivarbeit nimmt, ist das fehlende Personal hinter dem Ball.
Im Auswärtsspiel in Dortmund stellt dieser konsequent vier Offensivspieler ab, sodass die restlichen sechs Defensivspieler viel kompensieren müssen.
Das macht sich auch in den Statistiken bemerkbar.
Seoanes Leverkusen 21/22 lief zwar verhältnismäßig in der Gesamtkilometerzahl “wenig” (im Schnitt 112,8 km pro Spiel – Rang 13 im Liga-Ranking), dafür absolvierte die Mannschaft die viert-meisten Sprints (im Schnitt 241 pro Spiel).
Dies ist logisch, wenn man bedenkt, dass die sechs Spieler in Dortmund darauf bedacht waren, in Zonen zumindest möglichst selten in Unterzahl zu geraten. Intensive Defensivarbeit.

Durch die “hohe” personelle Anzahl – abgesetzt vom Defensivblock – kann diese die Restverteidigung des Gegners – neben der hohen Gegnerbindung – auch früh unter Druck setzen.
Als Akanji im Beispiel den Befreiungsschlag von Leverkusen bespielen will, wird dieser von Diaby sofort gepresst, sodass der Innenverteidiger im Druck die mögliche Option halbrechts übersieht und den Ball sofort in den Block spielt, in der Leverkusen umgehend in Zweikämpfe gehen kann.

Das Konterspiel kann nach Ballgewinn forciert werden: Dafür wurde die Vorarbeit geleistet und die Restverteidigung des Gegners destabilisiert.

Durch den Verbindungsspieler im Zentrum kann Seoanes Elf schnell auf die ballferne Seite verlagern, die unbesetzt ist.

Die Überzahl kann Leverkusen folglich ausspielen, als Akanji im Zentrum in Unterzahl agieren muss.

Der Defensivblock wird von der 4+2 Staffelung, also den beiden Sechsern, komplettiert, die stets auf Ballseite verschieben. Die Flügelspieler pressen zwar ballnah auf den Gegenspieler, bleiben aber nach dessen Zuspiel “abgestellt”.

Im Zentrum entsteht der bereits beschriebene Druck in Verbindung mit den Innenverteidigern, die aggressiv raus stechen.

Die Konterspieler positionieren sich dabei konstant in den jeweiligen Schnittstellen in der Restverteidigung, sodass der jeweilige Gegenspieler keinen direkten Zugriff entwickeln kann.

Der bereits zitierte Verbindungsspieler ist der Anker des Konterspiels: Dieser entscheidet durch Laufwege, welche Räume geöffnet werden. Schick bindet in letzter Linie mit Tiefgang einen Innenverteidiger, sodass der zweite Innenverteidiger auf den Verbindungsspieler Wirtz rausschiebt. Im Rücken öffnet dieser also Tiefe, die entgegengesetzt zur Laufrichtung des Gegners ausgespielt wird.

Gegenpressing

Das Gegenpressing unter Seoane ist in Leverkusen ein wichtiges Element gewesen, um natürlich das offensive Umschaltspiel forcieren zu können. Der 44-Jährige hatte jedoch in seinem Gegenpressing auch und im Kern einen defensiven und zugleich aggressiven Grundgedanken.

Mannorientiertes Gegenpressing

Gerade in den frühen Phasen des Spiels setzt Seoane auf ein aggressiv geführtes Gegenpressing, welches auf Mannorientierungen beruht. Durch die Mannorientierung und der intensiven Ausführung des Gegenpressings versucht Seoane den Gegner zunächst daran zu hindern, einen in Spielrichtung diagonalen Ball oder einen vorwärts gespielten Pass ausführen zu können.
Durch die Raumverknappung des pressenden Spielers und der Mannorientierungen der Mitspieler, kann dem Gegenspieler Raum und Zeit genommen werden.

Dreht der Gegenspieler am Ball ab, leistet sich also die erste Aktion am Ball, pressen Seoanes Schützlinge vorwärts und rückwärts. Den Gegenspieler so früh und schnell wie möglich unter Druck zu setzen ist das erklärte Ziel. So werden Fehler des Gegenspielers provoziert, oder diesen in einen Zweikampf (für den Gegenspieler meist in Unterzahl) verwickelt, sodass die Balleroberung pro-aktiv stattfindet.

Das Zentrum sichern – in Defensivformation gelangen

Ein weiterer defensiver Gedanke, welcher das Gegenpressing forciert, ist die Rückkehr in die defensive Formation. Um diese zu gewährleisten, möchte Seoane das Zentrum unbedingt sichern.
Nach Ballverlust pressen Mitspieler im Zentrum aus allen Spielrichtungen in allerhöchster Intensität.

Das vorhin beschriebene Spinnennetz entsteht dadurch auch in Gegenpressingaktionen, welches sich im Zentrum zusammenzieht und den Gegner im ersten Moment zu Rückpässen und im zweiten raus aus zentralen Zonen lenkt.

So verschafft sich Seoane besonders in späteren Spielphasen bei Führung Zeit, um in die defensive Grundordnung zu gelangen.

Das Ballbesitzspiel

Struktur und Staffelung

Seoanes Leverkusen agierte im Ballbesitz in 4-1-2-3 oder auch 4-2-3-1 Strukturen, die sich auch mal innerhalb eines Spiels abwechselten.

In Spielen, in der Seoane erwarten durfte, mehr Ballbesitz zu haben, war meist Demirbay und Andrich auf der Doppel-Sechs zu Hause, vor einer 4er-Kette aus Bakker/Hincapie, Tapsoba/Hincapie, Tah/Kossounou, Frimpong.

In 4-1-2-3 Staffelung, war es Andrich, der den Solo-Sechser gab, hinter zwei Zehner-Spielerprofilen auf den Achterpositionen, während Diaby, Schick, Bellarabi die letzte Linie bildeten. Aus einem 4-2-3-1 war es meist Bellarabi, der weichen musste, sodass Adli sowie Diaby die Flügel besetzten.

Seoane pflegt ein klares Positionsspiel. Meist agiert er mit einer flachen 4er-Kette, die bereits in erster Linie den Gegner auseinanderziehen soll. Zudem agierte er mit breit gezogenen Flügelspielern, besetzte die Außenbahn also oft doppelt.

Während Wirtz als Verbindungselement zwischen den Linien schwamm, hatten die Sechser eine klare Raumaufteilung in ihren Positionen.

Seoanes 4-1-2-3

Ballnahe Dreiecke in der Spieleröffnung

In 4-1-2-3 Staffelungen ergeben sich meist aus der Grundordnung heraus bereits feste Dreiecke auf dem Feld.

Neben den flachen Außenverteidigern lassen sich die Achter tief fallen, um ein – in der Distanz – relatives Dreieck zu kreieren. Dazu bindet der Flügelspieler in letzter Linie hoch.

Maximales Öffnen der Zwischenräume

Die Interpretierung und Ausübung des Dreiecks soll der Dosenöffner sein, um die Zwischenräume maximal zu öffnen. Durch die flachen Außenverteidiger und den tief-fallenden Achter kann die gegnerische Mittelfeldkette bereits frühzeitig rausgelockt werden.

Durch die eben beschriebene hohe Gegnerbindung des Flügelspielers kann dabei gleichzeitig die letzte gegnerische Kette gedrückt werden, sodass ein Vakuum entsteht.
Dies nutzt Seoane dann flexibel aus. Je nach individueller Stärke seiner Spieler passt er diese Strukturen an. In Leverkusen nutzte der Schweizer bspw. die Dribblingstärke von Frimpong, um dieses Vakuum über den Flügel durch das Eindribbeln des Rechtsverteidigers zu attackieren.

Auch nutzt der 44-Jährige die dynamische Positionsbestimmung, zum Beispiel des Sechsers, der die geöffneten Zwischenräume attackiert, und das Dreieck diesen dann bespielt.

Öffnet sich der zentrale Secher-Raum vor der gegnerischen Mittelfeldkette, so ist dieser ebenso bespielbar. 

Folgeaktionen

Den Halbraum findet man durch die verschiedenen Variationen im Zwischenraum am häufigsten und ist vom Flügel ausgehend das logische Ziel. Dabei attackiert Seoanes Leverkusen stets die Tiefe mit allen Spielern, die vor dem Ball positioniert sind.

Zumindest attackiert der ballnahe Flügelspieler konstant die Tiefe, sobald der Halbraum in den Zwischenlinien gefunden werden konnte.

Logisch, denn: Mit Spielertypen, wie Bellarabi und Diaby hatte Seoane zwei Spieler, die einen starken Antritt hatten, sowie jeweils Langzeitsprinter waren.
Um diese Stärken zu nutzen, bindet der 44-Jährige in letzter Linie in Ballnähe jeweils in 1vs1-Zuteilungen. Ist der Ball im Zwischenraum, so startet der ballnahe Flügelspieler durch und wird schnellstmöglich gesucht und bespielt.

Gerardo Seoane antwortete auf seiner Antritts-Pressekonferenz in Leverkusen, auf die Frage nach seiner Spielidee: – (ab Minute 9:27)

“Ich möchte das Maximum aus den Ressourcen holen, die im Moment zur Verfügung stehen und von den Spielern das verlangen, was momentan möglich ist.”

Das Statement beschreibt sehr gut, wie Seoane tickt und er seine grundsätzliche Idee an die individuellen Stärken seiner Spieler anpasst.

So nutzt der 44-Jährige beispielsweise auch im letzten Drittel die Stärke seiner Flügelspieler. Seine Flügelspieler positioniert er stets breit, aber gleichzeitig auch so, dass dieser möglichst oft für die Innenverteidiger anspielbar ist. Durch das Eindribbeln der Flügelspieler nutzt er die individuelle Stärken, um in die gefährlichen Halbräume einzudringen.

Dabei lassen sich die Achter diagonal zu diesen fallen, um Passstafetten zu ermöglichen, den Ballbesitz in Not zu sichern, oder um in der Dreiecksbildung (zusätzlich mit dem Stürmer) dynamisch zu attackieren. So bindet der Stürmer im Zentrum zwei Innenverteidiger. Der überlaufende Außenverteidiger bindet den gegnerischen, sodass der Halbraum auch in der gegnerischen Abwehrkette offen gerissen wird.

Die Dreiecksbildung ermöglicht dann über Steil-Klatsch-Muster, dass diese Zonen mit Dynamik attackiert werden können.

Seoanes 4-2-3-1

Wenn Demirbay spielbereit war, so ließ Gerardo Seoane oft in 4-2-3-1 Strukturen spielen, in denen der Ex-Hoffenheimer zusammen mit Andrich die Doppel-Sechs bildete.
Demirbay war in der Spieleröffnung und vor allem im Spielübergang der Anker im Ballbesitzspiel von Trainer Seoane. Während im 4-1-2-3 zwei klassische Flügelspieler aufgestellt wurden, war es Adli, der auf der rechten Flügelposition im 4-2-3-1 agieren durfte. Dadurch, dass Adli gerne nach innen zog, konnte Rechtsverteidiger Frimpong offensivere Auszüge genießen.

Das 4-2-3-1 dynamisch

Das 4-2-3-1 auf dem Papier wurde im Spiel dennoch oft zum Beispiel ein 3-1-2-4. Wenn Andrich diametral fiel, rückte Demirbay zentral in die zweite Linie hoch. Das Dreieck im Mittelfeldzentrum, wie im 4-1-2-3, bleibt erhalten.

Aus der 3-1 Eröffnung sollen besonders die Innenverteidiger die Halbräume attackieren, indem sie den Raum vertikal andribbeln.

Durch die 1vs1-Bindungen in letzter Linie, können die Innenverteidiger vertikale Bälle spielen.
Um zwischen die Linien zu gelangen, baut Seoane einen “Anhänger” ein, der auf den Verbindungsspieler im Halbraum klatschen lassen soll.

Ziel ist es mit dem Gesicht zum gegnerischen Tor in die Zwischenlinien zu gelangen und dabei möglichst viel Gegnerpersonal zu überspielen.

Das aus dem Spiel heraus weiterhin 4-1-2-3 Strukturen möglich sind, zeigt folgendes Beispiel:
Demirbay zieht in die dritte Linie, eröffnet durch seinen Laufweg das Zentrum, in dem Andrich positioniert ist. 

Durch die ständigen Dreiecksbildungen kann Seoanes Leverkusen mit zwei Pässen auf die ursprünglich ballferne Seite verlagern.

So auch im letzten Drittel:
Diaby bindet eng, Bakker dagegen maximal breit, der dann die Tiefe attackiert.

Das 4-2-3-1 statisch

Seoanes Leverkusen bindet im statischen 4-2-3-1 im Zentrum mit drei Spielern eng. Die Positionierungen dieser öffnen für den ballführenden Innenverteidiger den Halbraum, oder gibt den Außenverteidigern Platz, die Seoane gerne nutzt, weil dieser bspw. mit Frimpong dynamische Vorteile hat.

Durch den Platz im Halbraum sind öfter typische “Spielen und Gehen-” Muster (englisch: “play and go”) zu erkennen.

Auch hier helfen dem 44-Jährigen die Gegnerbindungen in letzter Linie. Die Gleichzahl kann aufgrund der Dynamik und der individuellen technischen Spielklasse aufgelöst werden.

In Linie zwei ist die 4-2 Staffelung aufgebaut. Auch hier binden die beiden Sechser eng im Zentrum.

Verlagert Leverkusen auf die andere Seite, so schiebt der ballnahe Sechser zentral hoch und bindet weiter einen Gegenspieler, und/oder findet sogar eine Positionierung im Zwischenraum.
Im 4-2-3-1 spielte Seoane mit Adli rechts, der gerne nach innen zog, sodass Frimpong vertikale Räume vor sich fand und die klassiche Flügelrolle einnahm. Um dies zu nutzen, ließ Seoane Laufwege einstudieren: Adli lief diesen frei, indem er nach innen und den gegnerischen Außenverteidiger mitzog.

Spiel im letzten Drittel

Flügelspieler einsetzen

Um im letzten Drittel gefährlich zu werden, versuchte Seoane seine Flügelspieler in 1vs1-Duelle zu bekommen. Dafür nutzte er typische “Druckzuspiele” ins Zentrum, welches frei gelaufen wurde, um eine Reaktion der gegnerischen Abwehrkette zu erzwingen.
Dabei positionieren sich die Außenverteidiger ballfern “invers” und binden im Halbraum den gegnerischen Flügelspieler.

Über “Steil-Klatsch-Steil” zieht Leverkusen im Beispielszenario Diaby frei. Frimpong startet dafür in die Tiefe, zieht den gegnerischen Außenverteidiger auf sich, der wiederum den Raum für Diaby in der Breite öffnet.

Die Box wird folglich mit vier Spielern besetzt: Jeweils einer am Pfosten und zwei zwischen diesen.
Im Rückraum lauert ein Achter; als Anspielstation und gleichzeitig für einen möglichen zweiten Ball.

So auch das Prinzip auf der Gegenseite:

Im Halbraum startet in letzter Linie der Tiefenlauf, Außenverteidiger Bakker bindet durch seine inverse Position, sodass Demirbay direkt auf Flügelspieler Adli in der Breite verlagern kann und diesen in ein mögliches 1vs1-Duell einsetzt.

Die Dreiecksbildungen helfen auch hier, wenn die 1vs1-Duelle vermieden werden, um über dynamisches Kombinationsspiel Tiefe zu erzeugen.

Auch in dieser Situation attackieren vier Spieler die Box. Der Rückraum ist für Seoane die präferierte Zone beim Flankenspiel. Schick bindet im Zentrum zwei Innenverteidiger und drückt durch seine Position die Kette, welche den Rückraum öffnet.

Kombinationsspiel – Die Diagonale

“Gerry” Seoane hatte in seiner Zeit in Leverkusen viele Spieler im Offensivbereich, die technisch eine hohe individuelle Qualität verfügten. Diese nutzte er, um über das Positionsspiel in torgefährliche Abschlusssituationen zu gelangen. Dabei spielt der jeweils entstandene diagonale Raum eine Rolle.
Um in diagonalen Passfenstern Zwischenlinien zu kreieren, drücken die ballfernen Spieler durch Tiefenläufe die gegnerische Abwehrkette.

Ist der Ball dort angelangt, hat die Seoane Elf gleich zwei Vorteile:

– Der Gegner muss auf den Druck reagieren und mindestens ein Verteidiger rückt aus seiner Position heraus, und:

– Leverkusen konnte sich dabei erneut den entstandenen diagonalen Raum erarbeiten, welcher auch hier durch Laufwege der ballfernen Spieler kreiert wird.

Die Positionierung, die im Halbraum hinter dem rausstechenden Außenverteidiger entstand, konnte Diaby für sich nutzen. Auch in diesem Fall konnte dieser durch die diagonale Passlinie gefunden werden.
Das Tor zum 2:0 im Heimspiel gegen den FCA wurde also in der Entstehung im letzten Drittel mit drei aufeinanderfolgenden diagonalen Pässen bespielt, ehe Diaby zum Torabschluss ansetzte. 

Restverteidigung

Staffelung der Restverteidigung

Durch das progressive Verhalten der Innenverteidiger am Ball, welches Seoane fordert, müssen diese jeweils vom ballfernen eigenen Innenverteidiger sowie einem Sechser abgesichert werden.
In zweiter Linie wird der progressive Innenverteidiger von einem zentralen (zweiten) Sechser und dem ballfernen Außenverteidiger abgesichert, sodass eine 2-3 Staffelung in der Restverteidigung entsteht.

Aus der 2-3 Staffelung schalten sich die Außenverteidiger situativ ins Offensivspiel ein.
Über die Verlagerung aus dem Zentrum, riss Seoanes Elf die gegnerischen Mannschaft komplett auf die Ballseite, sodass ballfern Räume eröffnet werden, die i.d.F. Bakker attackierte.

Durch den (erlaubten) Offensivdrang der Außenverteidiger, sichert sich Seoane in einer statischen 3-1 Restverteidigung ab. Diese entsteht durch das ballferne Einrücken des Außenverteidigers.

Wie verhält sich Seoanes Elf in der Restverteidigung im Gegenpressing?

Aus der 2-3 Staffelung in der Restverteidigung wird je nach Zone in der der Ballverlust entsteht, sofort vom ballnahesten Spieler gepresst.

Dabei lenkt dieser den Gegenspieler aus dem Zentrum heraus, sodass sich dieser auf die Außenbahn orientieren muss. Dabei sichern gleichzeitig die ballfernen Verteidiger im defensiven Umschaltverhalten die Tiefe, sodass der ballnahe Innenverteidiger entscheiden kann, ob dieser zusätzlich Druck erzeugt, oder ebenfalls einen tiefen Laufweg des Gegners aufnimmt.

Ballnah erzeugt der Außenverteidiger Druck, zusammen mit dem zentralen Sechser, während Seoane von seinen Offensivspielern höchste Intensität im defensiven Umschaltverhalten fordert.

Durch das Umschaltverhalten und den konstanten Druck schafft es Seoane, in Gruppen in Ballnähe personelle Überzahl zu schaffen.

Wie bespielt Seoane das Angriffspressing des Gegners?

Seoane baut mit seinem Keeper eine 3-2 Struktur auf, die von flachen Außenverteidigern unterstützt wird. Auch haben sie die Rolle des “Jokers”, wenn im Angriffspressing des Gegners keine diagonale oder vertikale Passoption offen ist.
In letzter Linie binden drei Akteure die gegnerische Kette, sodass Wirtz als Freigeist seine Positionierung frei finden kann.

Teils entsteht dann eine 1vs1-Gegnerbindung in letzter Linie, wenn Wirtz aus dem Mittelfeld hoch schiebt.

Um dem Zehner die freie Gestaltung gewähren zu können, vergrößert Seoane die Zwischenräume zwischen zweiter und letzter Linie. Dazu lassen sich beide Sechser tief fallen und ziehen dadurch mannorientierte Gegenspieler raus.

Über die Flügel läuft Seoanes Elf weitere Zwischenräume frei, indem gegenläufige Bewegungen stattfinden.

Im Spielübergang attackieren die vorderen drei Spieler in letzter Linie die Tiefe.

Die Außenverteidiger werden über den Flügel situativ vom ballnahen Sechser unterstützt, der in der Dreiecksbildung Verbindungs- und Anspielstation schafft.
Die tief-fallende Position dessen öffnet ballnahe Halbräume, in dieser sich Seoanes Zehner frei bewegt.

Dieser kann zum Beispiel als Verbindungselement für “play and go” genutzt werden, um sich vom Angriffspressing des Gegners zu befreien.

Durch die Seitenverlagerung im Anschluss beruhigt seine Mannschaft das Spiel und bestimmt das Tempo.

Aus dem Spiel heraus entstehen flache 4er-Ketten und generelle 4-2-4 Strukturen, in dieser hoch und breit gebunden wird.
Die Sechser binden weiterhin im Zentrum, um Halbräume offen zu gestalten.

Seoanes Spiel ist vertikal und dynamisch. Auch geprägt davon, viele der “Steil-Klatsch-Steil” – Muster zu nutzen, um mit Tempo in Zwischenräume und anschließend in die Tiefe zu gelangen.

Die Gegnerbindungen ballfern in letzter Linie helfen, die ballnahen Zonen nicht zu verdichten, sondern diese zu öffnen, um genug Platz für Tempo zu schaffen.

Eine erste Trainerbeschreibung: Gerardo Seoane

Analysiert man seine Zeit in Bern und vergleicht diese mit seiner Beschäftigung in Leverkusen, so stellt man vor allem fest, dass Seoane seine Strukturen und Prinzipien in dieser auf identischer Art und Weise übernommen hat.

Das Video vonRDF Tactics: Who Is Gerardo Seoane? Direct 4-4-2 & ATTACKING Full-Backs | Tactical Analysis” zeigt auf, in welchen Strukturen der 44-Jährige in Bern spielen ließ. Ob es die hohen Außenverteidiger sind, die Dreiecksbildungen sämtlicher Spieler, oder die tief-fallenden Sechser im Zentrum in der zweiten Linie, all diese Komponenten und mehr durften wir auch in dieser Leverkusen 21/22 Analyse festhalten.


Screenshot aus dem YouTube Video von RDF Tactics: „Who is Gerardo Seoane?“

Screenshot aus dem YouTube Video von RDF Tactics: „Who is Gerardo Seoane?“
Screenshot aus dem YouTube Video von RDF Tactics: „Who is Gerardo Seoane?“

Seoane hält an seinen Grundprinzipien auch in Leverkusen fest: Vertikales und dynamisches Spiel nach vorne, Flügelspieler in Halbräumen, im letzten Drittel viele diagonale Zuspiele, und das maximale Öffnen der Zwischenräume.

Schaut man sich Wyscout-Daten an, war YB Bern die Mannschaft 20/21, die die drittmeisten langen Bälle pro Spiel geschlagen hat (48,3). So schlug Seoanes Bern auch die meisten Flanken pro Spiel (22,79). Auch die PPDA-Werte waren in Bern niedrig (also pressingintensiv): 8.5 und der zweite Rang im Ranking.

Aber:
Nimmt man diese Werte als Vergleich, so erkennt man, dass der 44-Jährige flexibel in seiner Gestaltung ist.
In Leverkusen 21/22 schlug seine Mannschaft bspw. die zweit-wenigsten langen Bälle der Bundesliga (39). So halbierte sich auch die Anzahl an Flanken zur Vorsaison in Bern mit 11,3 pro SpielPlatz 13 im BuLi-Ranking.

Was darf Gladbach von Seoane erwarten? – Eine erste (kleine) Prognose

IMAGO / Jan Huebner

Seoanes Spiel ist vertikal und dynamisch. Das wird sich auch in Gladbach nicht ändern. Der Schweizer hat eine klare Idee, welche Räume er ziehen möchte, wie er diese im Anschluss bespielt und wie seine Mannschaft im Gegenpressing und in der Konterabsicherung agieren soll.
Dieser Stil ist intensiv, aber nicht hardcore. Die Sprints sind wichtig, um mit Ball Lücken aufzureißen, Tiefe zu entwickeln und gegen den Ball aggressiv argieren zu können.
Dennoch setzt Seoane im grundsätzlichen Spiel gegen den Ball auf einen gesunden Mix. Mit einem PPDA-Wert von 11,55 hat der Coach in Leverkusen bewiesen, dass er auch tiefer agieren kann. Besonders in Auswärtsspielen bei Top-Gegnern setzt dieser bewusst auf wenig Ballbesitz (meist rund um die 30-35%) und auf eine tiefe Pressinghöhe im Defensivdrittel, um seine Sprinter in Aktionen zu bekommen.

Gladbach darf sich auf einen flexiblen Trainer einstellen, der darauf bedacht ist, auf die individuellen Stärken der Spieler einzugehen und diese im Kern so einzusetzen, dass diese ihre freie Gestaltung ausleben dürfen. Mit Florian Wirtz in Leverkusen hatte Seoane einen fast schon magischen Zehner, den er in sein Spiel so einband, dass er die größtmöglichen Räume besetzen durfte, die ihm seine Kollegen frei liefen. In Bern hatte er mit Fabian Rieder ebenfalls einen Zehner, der in seiner Mannschaft einer der spielstärksten war – auch im Kopf. Unter Seoanes Amtszeit debütierte Rieder und durfte seine ersten Einsätze genießen.

Unter dem Strich lässt sich zum aktuellen (frühen) Stand festhalten:
Gladbach muss sich im Kadermaterial noch stark an Seoane anpassen, der mit einem Blick auf diesen – mit seinen Grundbedürfnissen – aktuell nicht zufrieden sein kann. Dass die Fohlen unabhängig vom Trainer einen Umbruch einleiten müssen, der vor allem aus sportlichen Gründen dringend notwendig ist, scheint offensichtlich zu sein.

Seoane ist ein Mix, der versucht, alle Spielphasen zu vereinen – da “keine einzige Phase im Spiel auszulassen ist”, wie er in seiner Antritts-Pressekonferenz in Leverkusen sagte – und dabei eine dynamische Note mitbringt.

Eine Analyse von Deniz (@DenizimHalbraum).

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