StartAnalysenAdventskalender #6: Die 6 wichtigsten Neuzugänge der Borussia

Adventskalender #6: Die 6 wichtigsten Neuzugänge der Borussia

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Im Sommer veränderte sich einiges bei der Borussia, vor allem in Sachen Kader und Spielermaterial. Die sportliche Führung rund um Roland Virkus und Nils Schmadtke leistete ganze Arbeit, um einen konkurrenzfähigen Kader auf die Beine zu stellen. Die 6 wichtigsten Neuzugänge wollen wir nachfolgend beleuchten.

Tomas Cvancara

Der neue Mittelstürmer von Sparta Prag wechselte im Sommer für 10,50 Millionen an den Niederrhein. In wettbewerbsübergreifenden 14 Spielen kommt er auf 6 Tore und 2 Vorlagen. Die neue Nummer 31 der Fohlen überzeugte mit wichtigen Toren gegen Augsburg, Darmstadt und gegen Wolfsburg. Sein Spielstil passt zugegeben nicht immer ins Profil der Fohlen, ist er doch eher ein Stürmer, der die Tiefe mag und weniger als Wandspieler dienen möchte. Besonders im Anlaufen muss er sich noch im Thema Winkel und auch Auswahl der Situation entwickeln, desweiteren bleibt zu hoffen, dass er möglichst lange verletzungsfrei bleibt und den Fohlen noch oft mit wichtigen Toren und Vorlagen helfen kann.

Maximilian Wöber

Sofern man, wie die Fohlen häufig in dieser Saison, mit einer Dreierkette agieren möchte, ist es zwingend erforderlich, einen linken Innenverteidiger zu haben, der auch gleichzeitig Linksfuß ist, um in der Eröffnung mit diesem Fuß eröffnen zu können und nicht zu limitiert zu sein. Dies sah wohl auch die sportliche Führung so und verpflichtete den Österreicher per Leihe von Leeds United im vergangenen Sommer. mit 25 Block, davon 15 Schüsse und 10 Pässe (Quelle: fbref), hat er im Defensivverbund einen wesentlichen Anteil daran, dass die Fohlen sich zunehmend stabilisieren konnten und wichtige Punkte einfuhren. Wenn die Fohlen die Möglichkeit haben, ihn im Sommer für eine einstellige Summe fest zu verpflichten, sollten sie Alles daran setzen, den Österreicher dauerhaft an den Niederrhein zu holen.

Jordan Siebatchieu

Kurz vor Ende der Transferphase liehen die Fohlen den US-Amerikaner von Union Berlin aus. Trainer Gerardo Seoane kennt ihn bereits aus gemeinsamer Zeit bei den Young Boys Bern und schätzt seine Qualitäten sehr. Kaum verwunderlich, dass er sich nach dem Wechsel zur Borussia bereits häufiger in der Startelf der Fohlen wiederfand. Seinen Wert werden wir im späteren Verlauf des Adventskalenders noch genauer beleuchten, daher sollen hier erstmal seine Stats für sich sprechen. Wettbewerbsübergreifend kam er in 14 Einsätzen auf 4 Tore und 2 Vorlagen. Neben Cvancara bildet er die echte Sturmspitze der Fohlen und fungiert des öfteren als Wandspieler und ermöglicht den Fohlen somit häufig direktes vertikales Spiel in der Eröffnung.

Franck Honorat

Eigentlich als klassischer Offensivspieler für die rechte Außenbahn verpflichtet, fand sich Franck Honorat nach seinem Wechsel von Stade Brest zu der Borussia häufiger als Schienenspieler im 5-1-2-2 der Fohlen wieder und bearbeitete die rechte Seite über die meisten Minuten der Saison. In den Wettbewerben Bundesliga und Pokal kommt er bislang auf kummulierte 3 Tore und 7 Assists. Besonders letztere thematisierten wir bereits an Tag 5 unseres Adventskalenders. Seine Standards sind eine absolute Waffe und sein Tempo mit 34,21 km/h (Quelle: Bundesliga.de) in der Spitze konnte er immer wieder ausspielen.

Robin Hack

Vom Zweitligaabsteiger Bielefeld kam Robin Hack, genannt „Hacki“, im Sommer zu den Fohlen. Seither wurde er vor allem als Einwechselspieler immer wieder reingeworfen. Durch gute Ansätze in seinen 10 Bundesligaspielen, verdiente er sich auch seinen ersten Startelfeinsatz in der 2. Runde des DFB Pokals gegen Heidenheim. Seine sehr gute Leistung dort konnte er mit einem Kopfballtor krönen, sein bereits zweiter Treffer in diesem Wettbewerb. Auch wenn er in der Bundesliga noch keinen Scorerpunkt beisteuern konnte, waren seine Ansätze vielversprechend. Dennoch muss er noch mehr Gefahr für das gegnerische Tor ausstrahlen, wenn er sich nachträglich für höhere Aufgaben empfehlen möchte. Seine Einwechslungen brachten jedoch häufig ein dynamisches Element mit sich, Trainer Gerardo Seoane setzt auf ihn.

Fabio Chiarodia

Spätestens seit dem Pokalachtelfinale gegen Wolfsburg sollte jeder Fan der Borussia seinen Namen auf dem Schirm haben. Für Werder Bremen debütierte er im Borussiapark und wechselte im Sommer dann in Selbigen. Der 18-jährige Innenverteidiger ist ebenso wie Wöber mit einem starken linken Fuß ausgestattet und hat seine Stärken vor allem in der vertikalen Spieleröffnung. Auch wenn nicht zuletzt aufgrund seiner Nervösität noch den ein oder anderen Wackler in seinem Spiel hatte, sieht man seine Qualitäten mit dem Ball deutlich. Fabio Chiarodia wird über kurz oder lang ein fester Bestandteil der Bundesliga, das steht fest.

Ranos, Weigl, Ullrich, Nicolas und Reitz

Julian Weigl wird zwar als Neuzugang aufgeführt, ist jedoch seit der letzten Spielzeit bei der Borussia und wird daher nicht als klassicher Neuzugang der Fohlen gewertet. Ähnlich sieht es bei Reitz und Nicolas aus, die jeweils nach ihren Leihen zu Borussia zurückkehrten und keine echten Neuzugänge sind. Ranos und Ullrich hingegen kamen bislang noch nicht so zur Geltung, wie sie sich das vermutlich gewünscht hätten. Beide spielten eher in der Zweitvertretung der Fohlen in der Regionalliga West. Ranos schnupperte in einigen Kurzeinsätzen bei den Profis rein, ohne jedoch groß auf sich aufmerksam zu machen. Ullrich verletzte sich im Herbst und fällt seither aus, war jedoch vorher auch nicht wirklich ein Faktor in der Planung vom Trainerteam rund um Gerardo Seoane.

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