StartAnalysenAdventskalender #17: Das Tor von Manu Koné in Dortmund

Adventskalender #17: Das Tor von Manu Koné in Dortmund

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Dass das Spiel für die Fohlen in Dortmund nach anfänglich herausragenden 30 Minuten (wir analysierten hier) noch verloren ging, war aus Sicht der Borussia besonders nach der 2:0 Führung nach 28 Minuten extrem bitter. Das Tor von Rocco Reitz findet ihr bereits in der Analyse, jedoch war das Tor von Manu Koné individualtaktisch so stark, dass es es nach der Meinung von @marc, einen eigenen Artikel verdient.

Der Ausgangspunkt

Nach der Ecke von Honorat, welche anfänglich geblockt wird, gibt der Franzose den Ball erneut von der Außenposition herein, wo er dann über Umwege bei Koné am zweiten Pfosten landet, welcher mit dem Rücken zum gegnerischen Tor steht. Luca Netz fordert am unteren Bildrand bereits die Ablage, da er sieht, dass Koné von Schlotterbeck, Hummels und Ryerson Gegnerdruck im Rücken hat und keine direkte Option zum Tor hat.

Die Fortsetzung

Aus Eins gegen Drei mach Eins gegen Zwei ist das Motto von Manu Koné, welcher ürbigens immer noch auf Luca Netz ablegen könnte. Durch die erste Fintierung des Passes auf Pléa verschafft sich Koné gegenüber Ryerson Luft und kann nach innen drehen. Zudem schafft er es aus der anfänglichen Position, wo er mit dem Rücken zum Tor steht, in eine seitliche Position zu kommen, aus der er mehr Optionen hat. Er könnte nun selbst tief spielen, quer spielen, schießen oder natürlich immer noch auf Netz ablegen.

Die Vollendung

Statt eine Option über den Mitspieler zu suchen, ist Manu Koné so sicher auf den Abschluss gehen zu wollen und die Führung zu erhöhen, dass er auch den direkten Drive in diese Richtung wählt. Er zieht auf, um den Schuss zu fintieren und Hummels abzuschütteln, welcher seinerseits den Schuss blocken möchte. Dass am Ende dieser eins gegen Drei Aktion ein Abschluss aus 20 Metern folgt, welcher nahezu unbedrängt erfolgt, ist dem Willen und der Konsequenz von Koné zuzuordnen. Nicht nur, dass er es leicht aussehen lässt, die Gegner aussteigen zu lassen, macht er mit kleinen Fintierbewegungen eine nahezu aussichtslose Situation zu einem Tor. Der Abschluss ist zweifelsohne sehr gut, jedoch ist die Entstehung dieses Tores pure, individuelle Qualität von Koné, wodurch es so leicht aussieht bzw. die Defensive des BVBs so schlecht aussieht. Bedenkt man jedoch, wie Koné anfänglich mit Rücken zum Tor und 3 direkten Gegenspielern zu einem freien Abschluss an den Boxgrenze kommt, muss man konstatieren, dass diese Aktion herausragend war, ähnlich wie die Spielphase der Fohlen bis dahin in Dortmund.

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